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Rezensionen

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Ich freu mich über die Menge an Rezensionen, gesammelt übrigens auf Amazon - kann man ja lesen, ohne dass ein Dampfer losfahren muss um sie zu bringen - und einzeln bei mehreren Bloggern, das gab es früher nicht :-) Da musste man hoffen, dass die Zeitungen was schreiben, und meistens war es dann regional. Aber ich schweife ab, wollte schreiben:... Moment. Essen steht auf dem Tisch. Ungünstig grad, aber auch fein. Schreibe gleich weiter.

So, es hat geschmeckt. Und sagen/schreiben wollt ich: Es ist enorm spannend, dieser Blick anderer - und dann kommen Worte vor wie "altmodisch" oder "anstrengend", wobei sie Teil einer positiven Kritik sind - in einer Rezension steht auch, dass das Buch entschleunigt, weil man es nicht so nebenbei schnell lesen kann ... (keine wörtliche Wiedergabe, müsste ich gucken). Und - das wollte ich schreiben, ich seh + versteh auf einmal, dass es stimmt - ich bin alt/modisch, verschachtelt - alles das. Und für mich ist es normal. Das ist das Wunderliche, kaum zu begreifen. Auch - nach etwas Versöhnung mit der beobachteten Wirklichkeit - etwas Schönes. Bis dahin, dass ich spüre, dass ich anders nicht kann und nicht will. Wobei - es funktioniert sogar, keine Selbstverständlichkeit. Zumindest bei denen, die in den Rezensionen geantwortet und gemahnt haben :-)

Genug geplaudert. Mal die Halle mit Worten belebt. Viel Betrieb ist hier ja nicht. Aber draußen gibt es Gerede, das mich freut.

Ein Buch wie ein Schrank. Man schaut ihn an und findet ihn hübsch. Dann öffnet man die Türen und bewundert die schönen Regale mit rotweißem Papier. Und dann taucht man ein, vermutet ein paar Stündchen gemütliche Erbaulichkeiten und stellt fest, dass die Rückwand fehlt, obwohl gar keine Pelzmäntel davorhängen (dann hätte man damit rechnen müssen). Und dahinter gibt es keine Löwen. Sondern ganz großes Kino. Und das ganz ohne großes Kino.
Ich bin immer noch aufs Angenehmste verwirrt.

Ha! Danke fürs Mitgerede. "Ein Buch wie ein Schrank" - den Noch-Zusammenhang hatte ich nicht. Auch wenn niemand gerne übers Ende nachdenkt - wenn es mal da ist und dann müssen alá Missis Jö die Bücher noch mit in den Himmel ... Und Pelzmäntel? Ich ahne den Bezug, aber er entwischt dann wieder. Dieser Film, den ich nur ein bißchen gesehen habe?

Noch gesagt: Ich hab ja nur mal nach Rezensionen geguckt und war dann erstaunt, beim Nicht-Buchladen Amazon so viele (und spannende) zu finden. Aber dann hab ich weiter geguckt und noch mehr gefunden, und mit feinsten Zitaten, die mir so gar nicht aufgefallen sind. Und die von ihrer Seite aus die Jö-Geschichte beleuchten, also - die mir (mir!) was erklären. Mit der Folge: Nachträglich bin ich auch "angenehm verwirrt" :-)

Mag ich.

Herrjö, so kryptisch wollte ich gar nicht sein. Das Buch (bzw. die Bücher) sind viel älter - die Chroniken von Narnia, tolle Kopfbilder, leider für meinen Geschmack leicht überbelichtet durch höhere Wesenhaftigkeit.

Eine Frage, die mich seit der letzten Seite umtreibt: Haben Sie alles für eine produktive Wortzucht, viel frischen Kaffee, wenig schlechte Gedanken und ausreichend Himmel?

Kryptisch - das war ja eher ich dann im Weiterdenken. Buch und Himmel und so ... Untersuche gerade korrigierend die Zusammenhänge im dritten Teil (genauer: die Reptilien :-) , da kommt das her, das ich überall Hintergründe und Zusammenhänge entdecke.

Und genau - diese Narniageschichte, die hatte ich vermutet. War mir etwas zu voll + grell (der Film), aber wer bin ich, das beklagen zu dürfen!

Im Weiteren: Worte gibt es immer neue, zum Glück, Kaffee ist gut im Haus, Blick auf Himmel ist auch vorhanden, rechts oben neben dem Monitor, und wenn die Gedanken trübe sind, hilft das Schreiben. Das lässt sich nämlich nicht anstecken und kann am nächsten Tag überarbeitet werden, beides trägt bei. Außerdem sind schlechte Gedanken nicht dazu da, auf die Öffentlichkeit losgelassen zu werden..Dann lieber kryptisch.

Komme eben vom Meer, Wellen gucken. Scheinen alle noch da zu sein.

Ihnen ist offensichtlich auch schon aufgefallen, dass alte Schränke/Vorratskammern und alte Aufzüge von innen ganz ähnlich sein können: Während die Mutter im Hilfs-Schrank den Himmel findet, will der Sohn im Paternoster (sic!) fahren und die Religion merken. In beiden Fällen ein geschützer Raum, in dem es sich gut nachdenken lässt. Nur lesen ist dort schlecht, meist keine gute Beleuchtung. Ich gebe zu, hier verkeilt sich bei mir der Bezug zum Buch ein wenig.

Ihren Ausführungen entnehme ich erfreut, dass die Fortführung der Jö-Saga gedeiht. Ich bin schon so gespannt. Allerdings habe ich eine leichte Schlangen-Phobie, daher hoffe ich, dass die Reptilien des dritten Teils wie im ersten eher von der mythologisch-feuerspeienden Gattung sind. Sonst müsste ich Pierre fragen, ob er das Therapieangebot dann doch noch angenommen hat und zufrieden war und, wenn ja, ob die noch Termine frei haben. Aber vielleicht hilft ja auch einfach weiterlesen. Zumindest eignen sich Ihre Gedankengänge meiner Meinung nach hervorragend dazu, die eigenen Gehirnwindungen mal ordentlich durchzuschütteln und die Lötstellen dazwischen auf weitere Tauglichkeit zu testen.

Oh ... Hatte nicht mehr in Erinnerung, dass sich Thimie den Paternoster schon im ersten Band (dritte Staffel) wünscht, musste ich grad mal nachschauen. Dachte, das käme erst im zweiten Band, aber häng auch gerade schon länger im dritten. Und sollte Missis Jö das hinkriegen, Thimies Wunsch zu erfüllen, dann ist die Beleuchtung sicher das geringste Problem (Notiz: Noch reinschreiben!). Doch es scheint da tatsächlcih was zusammen zu hängen, nach dem Motto: Wie die Mutter, so anders der Sohn. Nur ist Thimies Faszination, denke ich, eher durch den Karusselleffekt bestimmt und die Religion ist ein religöser Überbau, aber wer schaut da schon dahinter? Trotzdem - das Hoch zum Himmel und wieder zurück ist beim Schrank der Missis Jö und Thimies Paternoster recht ähnlich. Wobei der neue Gedanke der Ähnlichkeit von Buch und Schrank den Vergleich dann etwas heftiger flackern läßt.

Eigentlich müsste jetzt ein Administrator kommen und das alles verschieben, zum neuen Thema: Der Schrank und das Knopfgebet ...

Und zu den Reptilien - keine einzige Schlange in Sicht! Oder ich hab wieder was übersehen. Nein, selbstverständlich wie gewünscht myythologisch- feuer ... Stop - giftspeiend (ich hoffe, das zählt noch nicht als Spoiler) und im Weiteren sind ja auch die Topflappen, die Missis Jö bei der Erstbegegnung mit Pierre trug, reptilisch (muss noch mal nachgucken, sind Krokodile eine eigene Art?) Und der kleine Saurier ... Stop stop stop, der ist sowieso nur aus Plastik und noch lange nicht dran :-)

Macht Spaß, hier mal mit Beinahe-Verrat plaudern zu dürfen. Grüße an unbekannt - und dennoch jetzt ein bißchen.

Herzlichen Dank für die kleinen Verderblinge. Sie machen mich sehr neugierig. Und wenn ich recht verstehe, muss ja erst mal Band 2 rauskommen und gelesen werden, bevor der Beinah-Verrat überhaupt relevant wird.

Es ist interessant, ich habe mich dann gestern doch gezwungen, die Missis Jö nicht sofort ein zweites Mal zu lesen, sondern ein anders Buch von meinem Lesestapel in Angriff zu nehmen. (Im Urlaub halte ich's mit Juli Zeh, da lese ich Bücher wie ein Sägewerk.) Aber unbewusst hatte ich das Bedürfnis, anderes dazwischenschieben zu müssen. Als ob ich mir den zweiten Durchgang verdienen müsste.

Habe dazu auch gleich eine interessante Passage in meiner derzeitigen Zwischennahrung, Reif Larsens "Die Rettung des Horizonts", gelesen:
Wenn Ihnen mit Ihrem Buch zu wohl ist, sage ich, reißen Sie es auseinander. In eine Papiertüte und aus dem Fenster damit... egal, ob es einen Passanten trifft. Man muss reinen Tisch machen, ehe Selbstzufriedenheit aufkommt. Wer mit halbwegs offenen Armen umherläuft, weiß, wovon ich rede - Veränderung ist das Einzige, was uns am Leben hält.
(S. 550)

Außerdem könnte es sein, dass beim zweiten Lesen womöglich Fragen auftauchen, und Sie müssen ja schließlich Band 3 durchschauen.

Viele Grüße von nicht-mehr-völlig-Unbekannt.

Feines Zitat!

Und in Konsequenz unseres Dialogs ... Es ist immer wieder faszinierend, wieviel Umbau der Worte es benötigt, um nur einen halben Satz hinzuzufügen. Hat aber geklappt. Und jetzt wieder Verrat - darf sein für die wenigen, die hier still mitlesen: Natürlich schafft es Missis Jö, Thimies Wunsch zu erfüllen. Was hiflt, nach großer, begründeter Traurigkeit, und es braucht sowas Tröstliches wie einen Knopfgebetschrank. Also: Ich habe mich mit Missis Jö verständigt und die Kabinen des Paternosters sind jetzt beleuchtet. Und zwar mit Designerlampen von LaPoire.

Das musste einfach sein. Und tatsächlich: Es ist derart umso schönstiger.

(Hoffe, der Name ist nicht geschützt, dann streich ich das alles wieder)

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