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Rezensionen

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Bin jetzt wieder zurück am heimischen Schreibtisch. Die letzten Urlaubstage sind immer etwas hektisch, da wollen noch Leute besucht, Dinge besorgt, Koffer gepackt und Strecken bewältigt werden. Da kommt man nicht so recht zu klaren Gedanken jenseits des Dringlichen.

Daher sende ich erst mit leichter Verzögerung, aber deswegen nicht weniger ergriffen, ein herzliches Dankeschön, gepaart mit einem Wow, dicht gefolgt von einem Das-habe-ich-so-nicht-erwartet!!!

Meines Wissens ist der Name nicht geschützt, hab' mich da aber auch nie drum gekümmert. Dann bin ich mal sehr gespannt auf den künftig stimmungsvoll beleuchteten Paternoster.

Ich muss Ihnen ein Geständnis machen: Ich hätte die Abenteuer der Missis Jö wahnsinig gern auch noch als e-Book. Denn da sind so viele schöne Stellen drin, wenn man die alle mit kleinen Zettelchen markieren wollte (Eselsohren halte ich für ein Sakrileg), sähe das Buch hinterher aus, als ob es einen Fransenrand hätte. Oder andere Leute denken, man will drüber promovieren. Außerdem kann man suchen, wenn man sich nur noch unklar erinnert, dass da doch ein so schönes Zitat mit der Weltherrschaft war, aber man leider so gar keine Idee mehr hat, wo genau.

Selbstverständlich möchte ich im vorliegenden Fall auch die gebundene Version nicht missen, die optisch und haptisch ein Genuß ist. Also ein klarer Fall von bitte beides.

Ich trete da möglicherweise in einen Fettnapf oder einen Glaubenskrieg los, aber ich habe bislang nicht verstanden, warum Leser die beiden Formate als Konkurrenz empfinden. Es gibt Bücher, die braucht man gebunden, die will man anfassen und anschauen und riechen. Und es gibt Bücher, die leben praktisch ausschließlich über den Text. Und ich bin so viel mit dem Zug unterwegs, dass ich für mein normales Reise-Lesepensum eigentlich einen zweiten Schrankkoffer mitführen müsste, man weiß ja im Vorfeld nicht immer, worauf man Leselust hat. (Ha, da ist sie wieder, die Verbindung von Schränken und Büchern!)

Wie sehen Sie das? Als Autor? Als Leser?

Vorweg: Bitte nicht zu viel erwarten von der Paternosterbeleuchtung. Es ist ein bißchen mehr Geworte, damit es brennt - was tatsächlich Rhythmus und Zusammenhänge verschiebt und einen kleinen Reparaturaufwand bedeutet, aber raus kommt nicht mehr als dass es leuchtet und - nun gut - etwas mehr Stimmung ist auch angezielt. Mir gefällt, dass ein Gespräch, davon ich manchmal viel mehr ersehnen täte, derart seinen Platz in der Entstehung der Abenteurer erhält. Das ist eine Spur Leben mehr, weil die Geschichte dann aus einem größeren Repertoire schöpft. Und wer es weiß, mag an den entsprechenden Stellen lächeln ...

Nun zum elektronischen Buch - ich nutze das nicht, da ich häufig genug vor flimmernden Bildschirmen sitze und beim Lesen gern davon frei bin, aber ich bin kein Gegner - ich denke und hoffe, dass das E-Book eine Ergänzung ist, oder so es voran geht, das "alte" Buch in seiner greifbaren Art mit Geblätter und Einband die Ergänzung bleibt, wenn der Mensch bald hauptsächlich auf Apperate guckt, um Fantasien und anderem zu folgen ... Bei Missis Jö ist es einzig und wertneutral die Frage der zusätzlichen Arbeit des Verlegers, und da stehen bei einem kleinen Verlag (mit zwei prima Büchern derzeit) viele andere Pflichten vornean. Wobei ich sehr glücklich bin mit dem Engegagement des Jeroch-Verlags! Ich fühle mich excellent betreut. Und egal, wie sehr es anders gewünscht wird oder auch anders gedacht, Missis Jö ist ein Ausnahmeprodukt, hat die gewöhnlichen Verkaufszahlen von Kleinverlagen bereits gesprengt, dennoch - das E-Book wäre eher eine Zusatzleistung für den Leser als ein Verdienstprojekt. Was allerdings zu späterer Zeit noch überprüft werden könnte, gerne hätte ich Unrecht. Vorläufig ist es eine Frage der Zeit und des Einsatzes, und ein nächster Schritt wird erstmal die Missis Jö 2 sein. Na ja ... Alle Angaben ohne Gewähr, ich bin nur der Schreiberling. Und der Herr Verleger hat viel am Hut, aber ich weiß, er liest mit ...

Und schon wieder könnte ein neues Thema (E-Book) erstellt werden, aber lassen wir es bei unserem Dialog. Noch ist es ja überschaubar hier in der Halle. ;-) Etwas Kaffee... ?

Ich fasse das mit den ersehnten Gesprächen mal schamlos als Aufforderung auf, diesen Dialog fortzusetzen. ;-)

Gern bei einer Tasse Kaffee, ganz nach Art der Spanier: Schwarz wie die Nacht, heiß wie die Hölle, stark wie die Sünde und süß wie ein geraubter Kuß. Hier schließe ich auch gleich eine Frage (ich hatte Sie ja gewarnt, dass das kommen würde) an zum Thema Kaffee-Zubereitung à la Jö: Wozu die ganzen Bohnen im Säckchen? Bringt das zusätzliches Aroma? Falls ja, muss ich das mal ausprobieren.

P.S.: Ich möchte meinen kleinen E-Book-Exkurs bitte nicht als Forderung verstanden wissen, dass sich der Jeroch-Verlag in das bestimmt komplexe Geschäftsfeld der elektronischen Medien vorwagen sollte.Ich finde es großartig, dass es so kleine spezialisierte Verlage nach wie vor gibt, da sollte man das unternehmerische Risiko überschaubar halten. Demnächst (die Post ist unterwegs) kann ich auch stolz verkünden, das gesamte derzeit verfügbare Buchsortiment des Verlags zu besitzen. Bin schon sehr gespannt auf den theoretischen Überbau der Missis Jö. Ich führe das jetzt gar nicht weiter aus, sonst schreitet jetzt dann wirklich der Admin ein und fordert Verschiebung...

Bitte - ich habe nur beobachtet! Ich glaube nicht, dass die ganzen Bohnen ein notwendiger Beitrag sind. Aber man weiß ja nie ... Vielleicht ist es eine Art Ritual, ohne eine andere Funktion als das i-Tüpfelchen der Sicherung von Intuition, die zum Gelingen beiträgt. So ungefähr. Es kann aber auch sein, dass die Ganzkörper im Gegensatz zum Pulver die notwendige Magie fangen, damit der Kaffee so unbeschreiblich ist. Womit nun geklärt ist, dass auch ich nicht in alle Geheimnisse eingeweiht bin.

Und keine falsche Scham. Die Halle hier freut sich über ihren Sinngewinn.

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